FIAT 850 e.V.

SCUDERIA OTTOCINQUANTA => GUTE BEKANNTE: Limousine, Coupé, Spider und SportSpider => Thema gestartet von: oldtimerharry am 06. März 2021, 15:27:20



Titel: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 06. März 2021, 15:27:20
Ich habe vor langer Zeit diese Instrumente von Leo Aumüller gekauft, jetzt würde mich brennend interessieren welche Vorteile oder Nachteile ein  m e c h a n i s c h e r  Drehzahlmesser gegenüber einem elektronischen Hat. ( Außer, dass zwar die Welle nach hinten ein moderaten Preis hat so um 60 Euro aber das Anschlussstück einen horrenden Preis hat über 300 Euro >:( Wahrscheinlich wird die Frage wie so viele von mir nur Klaus oder Jürgen Schürgers beantworten die ja mit echten Abarths im Rennbetrieb eher Kontakt haben.
P.S. Allmählich komme ich mir ein wenig komisch vor als Alleinunterhalter oder weiß jeder die Antworten oder sind meine Fragen zu einfältig :-\


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: Jürgen Schürgers am 06. März 2021, 17:27:41
Hallöchen
sofern der Drehzahlmesser elektr. oder mech. in Ordnung ist und korrekt angeschlossen wurde, gibt es weder Vor- noch Nachteile,
auf beiden Geräten sollte dann die Motordrehzahl korrekt über den gesamten Messbereich angezeigt werden.

Die mech. Teile sind einfach von älterer Bauweise und somit für diverse Fahrzeuge einfach originaler und historisch korrekter, wenn man es möchte und Wert auf solche Details legt.
Das man für sowas altem, in geringer Stückzahl hergestelltem, oder nachgefertigten Teilen, auch Geld bezahlen muss sollte allen klar sein.

Die aktuellen elektr. Teile sind oft besser ausgestattet z.B mit Stabilisierungen, so das die Nadel ruhiger ihren Wert anzeigt, einer Memory Funktion für die Höchstdrehzahl,
oder einer Schaltlampe.

In meinem 1000 OTS, mit dem ich im Rennbetrieb unterwegs bin, habe ich einen elektr. Drehzahlmesser von VDO aus dem Grund damit ich erst einmal einen benötigten erweiterten Messbereich bis 10.000 rpm habe,da der originale Veglia Coupe Drehzahlmesser von minderer Qualität ist und im oberen Bereich falsche Werte anzeigt bzw. bei 6500rpm oft stehen bleibt trotz weiterer Steigerung der Drehzahl, und da geht die Musik bei mir gerade erst richtig los.
Dieses Verhalten habe ich schon öfter bei diesen Geräten auf dem Prüfstand festgestellt, sollte somit dem ein oder anderen bekannt sein.

Gruß
Jürgen




Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: Jürgen Schürgers am 06. März 2021, 17:30:56
Veglia + VDO


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 07. März 2021, 01:17:25
Danke Jürgen für die Auskunft, dann wird es wohl das klügste sein diese Original TC Teile zu verkaufen - die ja auch zu sehr hohen Preise gehandelt werden - und dann einen VDO Drehzahlmesser zu kaufen. Die Anpassung des TC Gehäuses an das 850 Limo Armaturenbrett wird wohl schwieriger sein - von den zu beschaffenden  fehlenden Geberteilen von den Jaegerinstrumenten ganz zu schweigen. Obwohl mir diese schon besser gefallen wie die Veglia vom Coupe. Allerdings muß ich wohl auch für die Coupeinstrumente das Loch im Blech und im Kunststoff vergrößern und um die Tachoeinheit nicht zu flach sondern wie es sich gehört senkrecht zu stellen muss eine neue Abdeckung gebaut werden. Blech oder vielleicht Kunststoff. Die drei Zusatzinstrumente habe ich vom A112 Abarth (Veglia) Allerdings habe ich auch schon Fotos gesehen von dem OT Armaturenbrett wo die Uhren verkehrt herum angeordnet sind. Das wird aber wohl noch seltener sein als meine Original TC Instrumente.
Noch eine Frage am Rande wieso hast Du denn vom 1000 OT Limo auf den OTS gewechselt - wegen der besseren Aerodynamik? Was kosten denn deine Verbreiterungen für die Limo sofern Du sie noch fertigst. Denn wenn ich die KBS Felgen 7´fahren will oder die im Minilitestil gehaltenen Renault Twingo 7`Felgen (mit Versatzschrauben) dann geht es hinten nicht ohne Verbreiterung. Sobald ich meine Impfung oder zur Not Test erhalten habe - werd ich mich sowieso zu Dir nach Viersen auf den Weg machen.


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: stefan850 am 07. März 2021, 11:07:16
Hallo Harry,
Die mechanischen Drehzahlmesser sind die ältere Technik, aber auch aufwändiger. Man braucht wie beim Tacho einen Antrieb, der kommt vom Verteiler wie im 850 Moretti oder z B von der Lima. Die Übersetzung wurde durch einen Winkelantrieb mit unterschiedlicher Übersetzung oder ein kleines Anpassgetriebe angepasst.
Der elektronische Drehzahlmesser kam in größerer Stückzahl auf den Markt als Integrierte Schaltkreise günstig produziert wurden, so Anfang der 60 er. Die Veglia im Coupe oder Spider haben da IC s von Texas Instruments, aus der LS 7400 Serie.
Das ganze ist eigentlich für den Hausgebrauch genau genug. Wenn das Bauteil aber im Alter mechanisch hängt oder schwerer läuft kann das die Anzeige beeinflussen.
Der Antrieb ist einfach über die Zündspule zu erledigen. Hier gibt es aber, in seltenen Fällen, eine zusätzliche Fehlerquelle: Bei Zündaussetzern kann das Kabel von der Klemme 1 zum Drehzahlmesser angescheuert sein oder der Drehzahlmesser selbst einen Kurzschluss haben.
Dies lässt sich aber einfach diagnostizieren: das zweite Kabel am Anschluss 1 testweisse abnehmen, ist dann wieder Funke in ausreichender Zahl vorhanden, kann man nach vorne weiter prüfen.
Um die beiden Instrumente vom Coupe in der Berlina unterzubringen braucht man eine neue, runliche Blende, ich denke das das Blech nicht umbedingt ausgeschnitten werden muss.
Übrigens sind die Instrumente vom Spider etwas kleiner, vieleicht bekommt man die in ein modifiziertes Gehäuse der Berlina.
Grüße aus Franken,
Stefan


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: stefan850 am 07. März 2021, 14:01:06
Hallo Harry,
ich habe mal überlegt wie das ausschaut.
Vom Spider Drehzahlmesser und Tacho würden in etwa in das Gehäuse der Berlina passen. Tankanzeige und Temperatur müsste man dann separat einbauen.
Oder so ein modernes Instrument aus einem aktuellen Fiat. Da weiss ich aber nicht wie diese angesteuert werden.
Gruß aus Franken,
Stefan


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 08. März 2021, 11:44:35
Hallo Stefan,
das wäre zumindest wohl eine noch nicht praktizierte Lösung - ich hatte in meiner Jugend auch nur die Coupeinstrumente mehr schlecht wie recht auf das Armaturenbrett montiert. Die weißen Teile schwarz lackiert fertig. Allerdings habe ich mindestens 3 Armarturenbretter vom A 112 mit Instrumenten aber kein einziges vom Spider. Waren wohl zu selten beim Ausschlachten. Dagegen müsste ich noch eines vom 850 N haben. Schade, dass Du soweit entfernt von mir bist, sonst wäre ich mal vorbeigekommen. So ist es mehr wie ein Tagesausflug.


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: AbarthCoppaMille am 13. März 2021, 15:25:24
Hallo Harry,
eigentlich brauche ich hier meinen Senf nicht mehr dazugeben, weil fast schon alles gesagt worden ist. Allerdings würde ich die Murkserei mit dem Umbau von einem Serien 850 Limo cruscotto nicht machen, weil es einfach Sch... aussieht.

Was ich bei dir kritisieren muss, dass du von den bei Leo Aumüller gekauften Instrumenten für den 1000 TC (Stradale , Corsa ???) bei deiner thread-Eröffnung zu diesem Thema nicht ein einziges Foto (mit Front.- und Rückseiten) hier eingestellt hast, damit wir zielgerichtet checken können, was es überhaupt für Instrumente sind (original oder Replik) ?! Denn dazwischen liegen schon preisliche Welten (800 Replik, 2.500 original). Für den mechanischen Antrieb des DZM brauchst du entweder einen Steuerkastendeckel mit Winkelantrieb für die Flexwelle, oder einen speziellen OT Verteiler mit dem Flexwellenantrieb, siehe Fotos. Wenn man es irgendwo findet, so ab 800 EUR. Dann geht das Drama meist richtig los, weil dein mechanischer TC-DZM für einen rechtslaufenden Motor gemacht ist, würde sich der Zeiger bei dir keinen Millimeter bewegen ! Die Flexwellen kann man bei mir in Krefeld nach Angabe bei der Fa. GEMO machen lassen, die darauf spezialisiert sind. 

Also dann besser den mechanischen DZM verkaufen und für das Geld die am Markt verfügbaren kompletten Limo-OT-cruscottos verbauen. Der Osvaldo in Bozen bietet das komplette Besteck für 850.- EUR an, da wird es auch bei unserem elektronischen ABARTH-Spezialisten Richard Wagner in Regensburg nicht billiger. Dem würde ich aber in jedem Fall immer die elektronischen DZM zuschicken und trimmen lassen (mit Datenblattausdruck), damit keine bösen Überraschungen wegen Fahlanzeige erlebt werden. Darüber habe ich auch schon einmal geschrieben. Übrigens für alle, die im Coupe´ verbauten elektronischen Veglia-DZM können aus mechanischen Gründen nicht mehr als 7.500 n/min anzeigen, schaut mal rein  ::) OT-Instrumente drehen verkehrt drehen herum ??!! Wo hast du das gesehen ?? Schau mal auf meine Fotos, da beginnen die Null-Anzeigen oben rechts, anstatt wie gewöhnlich unten links, aber der Zeiger geht immer noch clockwise. Was du beschreibst, gibt es beim Steyr-Puch 650TR.

Zu den GFK-Verbreiterungen für die 850 Limo habe ich dir doch schon geschrieben, ich glaube auf dem Italo-Youngtimer-Kanal zu dem Thema "Kühler nach vorn beim 850", wo du auch alles, wie auch hier zum Umbau.- und Einbau eines HP70 Motor finden und lesen kannst. Deshalb kaut das hier auf deine letzte Anfrage auch keiner mehr zum X-ten Mal durch.  Einfach mal durchscrollen, soviel Zeit muss sein.

Der Wechsel vom OT zum OTS ist einfach erklärt. Niedrigeres Rollmoment, 7" und 8" Campas passen unter die von Haus aus breitere Karosserie ohne Verbreiterungen dranzimmern zu müssen. Der cw-Wert ist vielleicht besser, dürfte aber durch die größere Stirnfläche aufgefressen werden.   

Gruss aus dem Umbaudschungel
Klaus         




Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 14. März 2021, 11:36:35
Sorry Klaus ich meinte mit verkehrt herum, dass bei allen mir bekannten Tachosysteme die 0 unten links steht bei den OT aber oben rechts das meinte ich mit verkehrt herum. Mit den Bildern ist entweder mein Laptop technisch zu ungeschickt  oder der Bediener an der Tastatur (ich) zu dumm. Also wohl letzteres. Nach Deiner wirklich guten Anweisung habe ich mit Ach und Krach 2! Bilder zu Andrea fürs INSIDE geschickt bekommen - Danach ging es nicht mehr - warum auch immer. Mit dieser Sache hab ich schon mehr Zeit zugebracht  als mit meinem Band von Kurzgeschichten! Es ist aber wie beim Bergsteigen - aufgeben vorm Gipfel gibt`s nicht.
Übrigens glaube ich ziemlich fest daran, dass es Orginale sind, denn als ich sie bei Leo gekauft habe sahen sie schon so alt aus wie heute, die Rückseite der einzelnen Instrumente bereits nachgedunkelt, zudem glaube ich, dass der Drang zur Fälschung vor ca 20 Jahren schon genauso hoch war wie heute. Dagegen spricht schon der damalige Preis.
Ich habe damals für die große 2teilige Ölwanne vom TC und für die Einteilige 5 Liter für den OT und für die Instrumente gerade mal 2.000 DM bezahlt. Deshalb glaube ich, dass sie echt sind samt den geradezu lieblos abgezwickten Kabel aber man weiß es erst nach Prüfung genau.


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 17. März 2021, 18:02:44
Wie bekomme ich die Fotos vom Desktop zum versenden ans Forum - soweit bin ich dank Klaus mal gekommen aber ich sehe nicht wie bei den Mails so ein Zeichen (Büroklammer ) zum anhängen- wer kann weiterhelfen?


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: Berndi am 17. März 2021, 19:07:08
Hallo Harry,

normalerweise unter dem Punkt "erweiterte Optionen"
Dort auf Durchsuchen.
Dateien dürfen allerdings nicht zu groß sein.

Bernd


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: stefan850 am 17. März 2021, 19:37:50
Hallo Harry,
genau, wie Bernd schreibt.
Wenn du hier schreibst findest du unter deinem Beitrag einen Button " erweiterte  Optionen". Wenn du darauf klickst kannst du eine Datei auswählen. Du weisst wo dein Foto gespeichert ist und wähls dieses an. Bilder sollten nicht größer als 800 x 600 oder 1000 x 800 sein, der Platz in unserem Forum ist begrenzt.
Nach dem die meisten Bilder Heute 3000 und mehr haben sollte man die verkleinern, das ist nebenbei auch ein gewisser Kopierschutz.
Auf der Startseite unten findest du ein gutes Tool zum verkleinern, das ist auch kostenlos.
Wir freuen uns schon auf deine Bilder.
Grüße aus Franken,
Stefan


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 18. März 2021, 01:02:28
Stefan ich glaube nicht, dass Ihr jemals meine Bilder zu sehen bekommt, denn wie Du vermutest hast sind die Bilder viel zu groß - anscheinend schon eines. Gehe ich auf das Zeichen zum bearbeiten , erscheinen irgendwelche Dinge zum herunterladen aber nirgends eine Anweisung zum verkleinern  - es erscheint allerdings eine Anzeige von Amazon über ein Buch für Senioren für 4,99 ! Auf jeden Fall weiß ich nicht mehr weiter. Ich lasse es jetzt ruhen sonst verderbe ich mir noch die Nacht und ich sollte heute früh fit sein, denn ich muss mit dem LKW eine abholen machen - das kann ich wenigstens :P


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 18. März 2021, 01:20:00
Mit IrfanView bin ich auch nicht schlauer geworden. Wahrscheinlich bin ich wirklich zu alt für diese Dinge und das obwohl ich bereits ein Buch mit Kurzgeschichten auf diesem Computer geschrieben habe aber da brauchte ich auch keine Bilder verkleinern, wieso ist das so in der Größe beschränkt - ich trinke doch auch nicht aus einem Schnapsglas mein Bier ;D??


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: Gruendax am 18. März 2021, 19:33:05
Never give Up ;D


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 19. März 2021, 11:22:38
Gruendax - das hilft ja enorm >:(


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: stefan850 am 19. März 2021, 17:12:00
Hallo Harry,
du kannst natürlich jedes andere Bildbearbeitungsprogramm verwenden. So was wird oft bei Kameras mit geliefert oder auch in Windows mit drin. Das hier kostenlos angebotene lässt sich nach kurzer Einarbeitung mit einigen guten Tools leicht verwenden.
Ich schreibe dir demnächst einige Tips dazu.
Grüße,
Stefan


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: spiderheiner am 19. März 2021, 19:19:46
Hi Harry,
lade Dir doch ein sogenanntes Snipping Tool runter, also ein "Ausschneide-Tool",
das macht aus einem rund 6 MB großen Foto-Scan ein 60 kB Bildchen (siehe Limo)
Gruß aus Nürnberg!


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: Gruendax am 20. März 2021, 20:05:36
Sorry wollte nur Mut machen.
Ruf mich mal an dann kann ich dir am Telefon vieleicht helfen.

Mfg Dieter


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: Rudolf am 21. März 2021, 11:28:17
Hallo Harry!
Das "Snipping tool" zum verkleinern der Bilder ist bereits in Windows vorhanden,
im Windows 7 ist es unter Zubehör zu finden! Screenshot anbei!
Es existiert auch im Windows 10, da wird dir sicher jemand anderer sagen können wie Du da hin kommst!

Lg rudolf


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 11. April 2021, 00:29:55
Leute eine gigantische Aufgab zumindest für mich Klaus ich hoffe, dass Du die Instrumente als Orginal einschätzt.


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 11. April 2021, 00:36:53
Das nächste Bild - wenn es geklappt haben sollte, die Verkleinerung war und ist das Hauptproblem. Es war und ist kompliziert  es muss anscheinend auch anmeinem Programm  liegen - selbst ein Profi hat jetzt über eine Stunde versucht und noch konnte ich es nicht überprüfen weil das Scheiben lange auf dem Forum braucht bevor man das Geschriebene lesen kann.


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: AbarthCoppaMille am 11. April 2021, 20:04:57
Hallo Harry,
ich glaube, du willst uns immer noch prüfen ?  Auf deinem psychedelischen Foto mit der Frontansicht der Jaeger-Instrumente für die 850 - 1000 TC Berlina kann man nur erahnen was original und fake ist  ::). Der Drehzahlmesser mit dem kleinen Drehzahlbereich bis 6.000 auf dem DZM-Zifferblatt war so ab 1961 im Typ Nürburgring verbaut gewesen. Allerdings ohne das bei dir erkennbare "ABARTH-Wappen", dass es in dieser Ausführung nicht ab Werk gegeben hat. Das ist definitiv ein Nachbau, was auch an der Gehäuserückseite zu erkennen ist. Dort fehlen die beiden 4mm Gewindepinne für die Halteblechkrampen mit denen der DZM im GFK-Gehäuse gehalten wird. Das DZM-Gehäuse ist eine Nachfertigung aus Alu-Blech, die originalen Gehäuse waren aus verzinktem Blech gewesen, siehe auch hellere (jüngere) Gehäuseoberfläche im Vergleich zu den beiden kleineren Instrumentengehäusen, die schon echt alt sind. Ich habe Fotos von einem solchen "Nürburgring"-cruscotto beigefügt, das bei mir noch rumliegt. 

Da wird sich der Leo damals aber eins gelacht haben, als er dir diese Kombination verkauft, weil damit heutzutage keiner etwas anfangen kann oder will. Das geht schon bei der Wahl des mechanischen Antriebes los (Verteilerantrieb oder Stirndeckelwinkelantrieb) und den kaum noch zu bekommenden Jaeger-Fühlern für Wasser.- und Oeltemperatur. Die Öldruckanzeige saß ja separat an Stelle des Aschenbechers. 

Vielleicht was für Originalitätsfanatiker ? Das Internet frisst alles, aber nicht mit deinen Fotos !

Gruss aus dem Jaeger-Instrumentendschungel
ABARTH-Klaus

               


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: fiat-lux am 11. April 2021, 21:30:43
kurz zum Thema völlig schmerzfrei verkleinerte Bilder: Rechtsklick auf Bild im explorer => senden an email empfänger => größe auswählen (z.B. mittel, 1024x768, 230kb) => anfügen => die verkleinerten bilder findet man im Entwurf, wo man sie auch entnehmen kann => Entwurf anschließend ohne weitere Nutzung canceln/löschen

buona fortuna!
Thomas


Titel: Re: Instrumente vom 850/1000 TC
Beitrag von: oldtimerharry am 12. April 2021, 07:09:55
Klaus allmählich blicke ich da aber überhaupt nicht mehr durch - die beiden äußeren sind also echt und ausgerechnet der mechanische Drehzahlmesser soll ein Nachbau sein, gerade der den man heute immer wohl durch einen elektronischen ersetzt, wo es bei Exotic racing einen sündhaft teuren Antrieb gibt? Das entbehrt für mich jede Logik. Die Halteklammern - warum sollten dann die Schrauben dafür da sein?. Die Instrumente habe ich vor mindestens 20 Jahre gekauft und sie sahen damals schon so alt aus wie heute. Sie lagen seither bis auf 6 Wochen in einer Vitrine die leider zerbrach. Du schreibst es ist etwas für Originalitätsfanatiker - ja wie jetzt, Original sollen die Instrumente sehr viel Wert sein aber mit einem elektronischen Drehzahlmesser den es damals nicht gab wäre es dann keine Fälschung? Dass die Geber schwer zu finden sind kann ich mir vorstellen aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es diese Instrumente nach über 60 Jahren noch als funktionierendes Teil mit allen (funktionierenden) Gebern gibt - höchstens in einem originalen Auto, das nie auseinander war. Wohl ein Museumsstück. Nach dieser Auffassung darf es ja so gut wie kein Original - kein Ferrari ist wohl noch mit den ursprünglichen Blechteilen aus dem Werk unterwegs oft sind nur Fragmente und die Fahrgestellnummer übrig und um dieses werden mit nachgefertigten Teilen ein Auto darum gebaut, von Motoren die neue Kolben, nachgegossene Zylinderköpfe usw. ganz zu schweigen. Ausgerechnet bei meinen Instrumenten soll bei einem eventuell nachgefertigten mechanischen Drehzahlmesser der größere Teil dann im kompletten eine Fälschung sein? Man kann ja Leo nicht dazu fragen, denn das wäre ja so wie wenn man einen Hersteller einer Ware, diesen auch sein Produkt prüfen lassen würde. Einen Gutachter kann man beauftragen, der das Alter feststellen kann. Immerhin werden für Nachbauten bei Exotic so um die 1200 Euro verlangt. Originaler wie diese sind meine allemal wenn auch nicht so funktionstüchtig aber das gilt auch für einen mit heutigen Mitteln und Materialien aufgebauten Motor - gerade im Rennbereich, da spricht auch niemand von Fälschung wenn Kolben und Pleuel neuerer Beschaffung sind.
Jeder Mitarbeiter eines Zulieferers für Instrumente hätte mit Originalteilen an seinem Arbeitgeber vorbei so etwas bauen können - ist es dann Original oder eine Fälschung. Auf jeden Fall sind all diese Sachen ein bewegen auf dünnem Eis. Wenn es so ist lege ich die Instrumente wieder in eine Vitrine und lass für die Veglia Instrumente ein paar Zifferblätter im Jaegerstil fertigen, dann weiß ich dass ich mit einer Fälschung unterwegs bin und kann mich trotzdem an dem Anblick erfreuen.