FIAT 850 e.V.

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Autor Thema: Elektrische Vorförderpumpe  (Gelesen 502 mal)
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steuerketteThemenstarter
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tifoso
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« am: 23. Februar 2017, 19:43:49 »

Hallo ans Forum,

hab die ewige Anlasserorglerei nach längerer Standzeit satt und würde gerne zusätzlich zur vorhandenen mechanischen Benzinpumpe eine kleine elektrische Vorförderpumpe einbauen.  Die gibt es für knapp 10 Euro in der Bucht. Die Pumpen bringen ca. 0,2 bar und sind recht kompakt.

Idee ist, das ganze an die Lichtleitung für die Rückfahrscheinwerfer anzuhängen, so daß vor dem Start ein paar Sekunden der Rückwärtsgang eingelegt wird, solange dieser eingelegt ist, wird Benzin gefördert, die Schwimmerkammer füllt sich, dann Starten und die Chose müsste laufen.

Schont den Anlasser ungemein...

Wie ist diese Pumpe einzubauen? Angeblich sind die durchgängig für Benzin, sobald sie nicht  mehr bestromt sind. 

Dann könnte man die doch ohne Aufwand in die vorhandene Benzinleitung einbauen. Oder sperrt da die mechanische Benzinpumpe?

Dann müsste doch ein Bypass mit Rückschlagventil gehen...

Hat das schonmal jemand versucht?  Möchte nicht auf komplett elektrisch (Mitusba etc. umrüsten), da es ja nur darum geht, die trocken gefallene Schwimmerkammer zu fluten.

Bin gespannt auf Eure Antworten.

Grüße und Narri Narro bzw. Hellau


Ralf
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bathorn
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« Antworten #1 am: 23. Februar 2017, 20:51:16 »

Hallo Ralf,
also selber getestet habe ich das auch noch nicht, aber vielleicht könntest du die zusätzliche Kraftstoffpumpe sogar mit der Originalen in Reihe "schalten". Die Pumpe am Motor hat ja auch ein Rückschlagventil, was sich evtl. bei 0,2 Bar auch öffnen lässt, dann lässt diese halt im Stand einfach durch. Ich fahre jetzt schon ca. 5 Jahre mit einer Hardi Pumpe, auch elektrisch. Muss sagen, das Startverhalten bessert sich gewaltig, auch nach 6 Monaten Standzeit springt der Motor sofort an. Ich finde die Idee aber nicht schlecht und werde das auf jeden Fall selber auch ausprobieren, die elektrische Pumpe kann ja während der Fahrt ruhig geschont werden. Schalten würde ich die Pumpe an deiner Stelle aber vielleicht besser mit einem 12v Zeitrelais. Kosten in der Bucht ja auch nur 10 Euro und das Zündungsrelais im Motorraum bietet sich ja quasi an.
Gruss, Daniel
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steuerketteThemenstarter
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tifoso
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« Antworten #2 am: 24. Februar 2017, 08:07:02 »

Hallo Daniel,


die Idee mit dem Zeitrelais ist ja noch eleganter-besten Dank für den Tip.

Arbeitet bei Dir die Hardy Pumpe auch in Reihe oder ersetzt sie die mechanische Pumpe komplett?

Wenn die Reihenschaltung funktionieren würde, wäre das ohne zusätzlichen Leitungs und Rückschlagventilaufwand machbar....

Stefan, was sagst Du dazu?

Gruß

Ralf
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stefan850
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« Antworten #3 am: 26. Februar 2017, 10:49:09 »

Hallo Ralf,
normaler weisse ersetzt die elektrische die mechanische Pumpe. Ihr müsst darauf achten das ihr eine Pume für Vergasser kauft, die für Einspritzsysteme haben einen zu hohen Druck von 5 Bar.
Bei den Frontmotor Fiat z B dem Dino, wird die Pumpe über den Öldruckschalter angesteuert, beim Unfall schaltet sich die Pumpe ab wenn der Motor ausgeht. Sinnvoll ist auch ein Blasenabscheider oder ein kalibrierter Rücklauf in den Tank.
Die elektrische vor die Mechanische zu spannen ist nicht so sinnvoll.
schau mal rein,
Stefan
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« Antworten #4 am: 26. Februar 2017, 12:24:18 »

Naja, aber ein Rücklauf ist ja beim Vergaser meiner Meinung nach nicht nötig bei einer elektrischen Pumpe. Falls Dampfblasen in der Leitung sein sollten, dann lässt der Schwimmer die ja wohl durch. Ich beobachte bei mir auch oft Luft in der Leitung, aber hatte deswegen noch nie Probleme.
Gruss, Daniel
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stefan850
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« Antworten #5 am: 26. Februar 2017, 13:23:26 »

Hallo Vergasserbauer,
im 850 ist eigentlich genug Platz das der Sprit nicht so kocht. In meinem X1/9 wird das da enger. Der hat ein Gebläse das den Vergaser mit kalter Luft anbläst.
Vergasermotoren mit elektrischer Pumpe haben einen Rücklauf. Man kann am Filter im Vergaser ein Gewinde bohren. Eine Hohlschraube und eine Ringöse machen den neuen Zugang. Der bisherige Zulauf wird mit einer Drossel von 0,8 bis 1mm kalibriert. Ein zusätzlicher Benzinschlauch geht in den Tank zurück. Ich löte in den Tankgeber ein zusätzliches Röhrchen ein.
Das ganze ist also nicht so aufwändig.
So hast du immer kalten Sprit, die Bioanteile im Sprit sind halt schnell flüchtig.
Grüße aus Franken,
Stefan
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spiderhabender


« Antworten #6 am: 26. Februar 2017, 17:23:12 »

Hallo ihr Vergaserbauer,
Ich lese hier schon eine Weile mit. Da ich meine Brötchen mit Motorrädern verdiene, kann ich euch sagen, dass da jede Menge
Membranbenzinpumpen bei Vergasermotoren verbaut sind. Die benötigten keinen Rücklauf. Schalten entweder zeitabhäng wenn sie keinen Vordruck aufbauen können oder bei einen Druck von ca. O,4 bar ab. Der Benzinstand im Vergaser wird nur über das Schwimmernadelventil geregelt. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei unseren 850ern auch funktioniert.

Oberfränkische Grüße,
Roland
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Gottfried
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« Antworten #7 am: 26. Februar 2017, 19:06:34 »

Ein bisschen lese ich auch mit - Hauptursache ist doch lt. Ralf und Daniel das schlechte Startverhalten nach langer Standzeit.
Gefällt Euch Euer Auto nicht, daß Ihr es so lange unbenutzt stehen lässt ? :-)
Bevor ich da doch zum Basteln anfange, schaue ich doch, daß einmal alles von der Benzinversorgung alles passt (ist die Membran in der Pumpe ok ?)
und dann fahr ich einfach  Cool.
Die Benzinpumpe fördert doch so schnell, dass selbst eine leere Schwimmerkammer schneller voll ist, als daß der Anlasser Schaden nimmt.
Auf die Idee, daß ich den Anlasser schonen muss, bin ich noch nicht gekommen - bei mir ist lange Standzeit, ausgenommen ca. 3 Monate Winterpause max. 1 Woche.
Selbst nach der Winterpause wird der Anlasser bei richtig eingestellter Zündung nicht mal warm.

Trotzdem wünsche ich Euch viel Spass beim Basteln

Goofy
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« Antworten #8 am: 26. Februar 2017, 21:27:14 »

Hallo Zusammen,

irgendwie muss ich Goofy recht geben. Die Fördermenge der
mechanischen Benzinpumpe ist völlig ausreichend, auch zum
Starten nach längerer Standzeit oder bei heißem Motor.

Das beschriebene Problem dürfte eher an der heutigen Benzin-
qualität liegen. Bei den Kraftstoffen E 5 und E 10 ist der Zusatz
von Alkohol wohl verantwortlich für das schnellere Verdunsten
und somit Austrocknen der Schwimmerkammer.

Diese Probleme kenne ich nicht, ich habe noch nie mit meinem
850ziger, Alltagsautos oder Motorräder E 5 oder E 10 getankt.
Durch mein Grenznähe zu Österreich tanke ich mit allen Fahr-
zeugen in Österreich unvermischtes 95 Oktan Super, spare
dabei sogar noch zur Zeit 15 Cent pro Liter.

Selbst nach längerer Standzeit und auch bei heißem Motor
springt mein 850ziger sofort an. Auch ein "orgeln" bei heißem
Motor, die sogenannte Dampfblasenbildung, kenne ich nicht.

Demnach muss es wohl doch nur am Kraftstoff liegen.

Gruß

Karl-Werner



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« Antworten #9 am: 27. Februar 2017, 18:51:48 »

Hallo Karl-Werner !

Sollten unsere 850er nicht mindestens 98 Oktan bekommen ? Ich tanke seit der Einführung bei uns vor rund 10 Jahren 100 Oktan. Allerdings sofortiges "anspringen" nach längerer Standzeit ist nicht und helfe ich mit Motorstarthilfe nach. Auch mit heißem Motor orgelt er gute 5 Sekunden. Ich glaube nicht, dass das Problem eine zusätzliche elektrische Benzinpumpe lösern kann. Ich habe beobachtet, dass sich auch nach langer Standzeit genug Benzin in der Schwimmerkammer befindet. Mein diesbezügliches Verständnis ist eher becheiden aber meiner Meinung nach liegt das Problem weiter drinnen im Vergaser.   

Grüße aus Wien

Willi   
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« Antworten #10 am: 27. Februar 2017, 21:23:42 »

Es ist einfach so, dass der jetzige Sprit für unsere Vergasermotoren weniger geeignet ist als früher.  Durch die Vergaserbelüftung verdunsten die Zündfähigen Bestandteile unseres Sprit's. Erst wenn frischer nachgepumt wird, wird das ganze wieder zündfähig. Da sich das ganze im Motorraum ziemlich aufheizt beschleunigt sich das. Das selbe Problem haben wir bei gekapselten Rollen. Bei YAMAHA hat man das Problem durch Umrüsten auf eine elektrische Benzinpumpe angegangen und es funktioniert.

Oberfränkische Grüße, Roland
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« Antworten #11 am: 27. Februar 2017, 23:20:39 »

Hallo Willi, Hallo Roland und alle anderen,

meiner Erfahrung nach liegt das Problem nur am Kraftstoff,
ein Beispiel: Meine Harley-Davidson, relativ neu, ist mit allen
Futures wie elektrischer Benzinpumpe, elektronischer Einspritz-
anlage und Zündung ausgerüstet. Das Werk gibt als Mindest-
anforderung die Verwendung eines Kraftstoffes mit 91 Oktan
an. Seit Erstauslieferung tanke ich immer Super 95 ( Österreich ).
Nach Erreichen der optimalen Betriebstemperatur nach ca. 120
Kilometer ändert sich spürbar der Klang und die Leistung des Motors.
Bei allen Betriebsbedienungen springt der Motor immer sofort an.

Meine anderen Motorradfreunde, die ausschließlich E 5 oder E 10
tanken, haben nach der Winterpause immer das Problem, dass
die Karre nicht anspringt und aufwendige Wartungsarbeiten er-
fordert.

Mit meinem 850ziger Sport habe  ich bei der letzten Alpentour
 in Sexten mehrmals Super mit 100 Oktan getankt, die Leistung
hat sich nicht spürbar verändert, aber der Motor ist schlechter
 angesprungen.

Seit nunmehr über 30 000 Kilometer bin ich mit Super 95 ohne
Bleizusätze bestens gefahren.

Karl-Werner


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